Seminar-Details

Praktiker-Seminar Massearmut oder -unzulänglichkeit in Insolvenzverfahren [§ 15 FAO] [GOI]

Praktiker-Seminar Massearmut oder -unzulänglichkeit in Insolvenzverfahren [§ 15 FAO] [GOI]

Betriebsfortführung und Sanierung trotz Masseunzulänglichkeit!

Termin / Ort

Donnerstag, 11. Mai 2017, 9.30 bis 17.00 Uhr in Köln

Schwerpunkte

  • Gutachterliche Prognosen zur künftigen Massekonsistenz/Vermeidung künftiger Masseverbindlichkeiten schon im Vorfeld
  • Abweisung mangels kostendeckender Masse
  • Eröffnung mit finanziell knapper Masse: reine Liquiditätsbetrachtung/permanente Risikoabschätzung/ständiges Controlling
  • Allgemeine Rangordnung der Masseverbindlichkeiten/absoluter Vorrang der Verfahrenskostendeckung
  • Richtige Rangzuordnung für Ansprüche einzelner Gläubigergruppen (insbes. Arbeitnehmer, Vermieter, Finanzamt)
  • Unterschiedliche Arten der Masseunzulänglichkeit (drohend/bereits eingetreten/temporär/sich verschärfend/endgültig)
  • Richtiger Zeitpunkt für Anzeige der Masseunzulänglichkeit (insbes. bei Betriebsfortführung)/damit zusammenhängendes Problemfeld § 209 Abs. 2 Nr. 2 InsO und Dauerschuldverhältnisse
  • Jeweilige Schlussfolgerungen daraus für die weiteren Handlungs- und Risikoszenarien (Massedarlehen?/Betrieb fortführen, verkleinern, sofort oder erst längerfristig stilllegen?/Sofortverkauf Anlagevermögen? etc.)
  • Verhaltensweise bei Verlust der Kostendeckung

    • im eröffneten Verfahren
    • bei Eintritt von Neumasseunzulänglichkeit
    • bei Eintritt von Altmasseunzulänglichkeit

  • Gruppenbildung im masseunzulänglichen Insolvenzplanverfahren
  • Mögliche Verjährung der Ansprüche
  • Prozessuale Fragen
  • Prozesskostenhilfe bei Masseunzulänglichkeit
  • Persönliche Haftung des Insolvenzverwalters/Sachwalters/Eigenverwalters bei Masseinsuffizienz
  • Restschuldbefreiung bei Masseunzulänglichkeit

Teilnehmer

  • Insolvenzverwalter, Sachwalter und Sanierungsberater/Eigenverwalter
  • Fachanwälte für Insolvenzrecht bzw. Rechtsanwälte mit entsprechendem Schwerpunkt
  • Wirtschaftsjuristen und Betriebswirte, die in Insolvenzverwalterbüros tätig sind
  • Insolvenzsachbearbeiter
  • Mitarbeiter aus Vollstreckungsabteilungen

Themen

  • Rolle des gerichtlich beauftragten Gutachters und vorläufigen Verwalters im Vorverfahren/Vorbereitung der Eröffnung/Vermeidung künftiger Masseverbindlichkeiten
  • Zur Verfahrenseröffnung festzustellende Mindestmasse: Verfahrenskostendeckung!

    • Begriff der Kosten – Gerichtskosten, Vergütung des (vorläufigen) Insolvenzverwalters bzw. Sachwalters/einzukalkulierende Zuschläge zur Normalvergütung (jeweils mit Berechnungsbeispielen)
    • Begriff der Auslagen
    • Kosten und Auslagen für die Mitglieder des (vorläufigen) Gläubigerausschusses
    • Unausweichliche Abwicklungs- und Ausgabenpositionen

  • Verfahrensabweisung mangels Masse vs. Kostenstundung bei Verfahren natürlicher Personen
  • Verfahrensbeendigung wegen nachträglicher Massearmut, § 207 InsO

    • Fehlende Deckung der Verwaltungskosten nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens
    • Anhörung des Insolvenzverwalters, der Gläubigerversammlung und der Massegläubiger
    • Sinn der Erhaltung des Verfahrens – Chance und Recht auf Massekostenvorschüsse?
    • Pflichtenkollision des Verwalters: Erhalt der Masse contra Haftungsrisiko
    • Verwertungsbefugnis, Verwertungsmaßnahmen sowie Barmittelverwendung
    • Abwicklungstipps für massearme Verfahren und Sicherstellung ordnungsgemäßer Rechnungslegung

  • Masseunzulänglichkeit, §§ 208 ff. InsO

    • Feststellung der Masseunzulänglichkeit

      • Zu erstellender Liquiditätsplan, ständiges Controlling mit Risikoabschätzung
      • Berücksichtigung von Masseverbindlichkeiten aus dem vorläufigen Verfahren aufgrund von Treuhandzusagen bzw. kraft Einzelermächtigung oder allgemeiner Verfügungsbefugnis (§ 55 Abs. 2 InsO)
      • Berücksichtigung von Steuerverbindlichkeiten aus dem vorläufigen Verfahren (§ 55 Abs. 4 InsO; BFH-Rechtsprechung ab 9.12.2010)
      • Rangfolge der Befriedigung von Masseverbindlichkeiten (absoluter Vorrang der Verfahrenskostendeckung/weitere Abstufungen/kein Privileg für Verbindlichkeiten aus dem Vorverfahren)
      • Art und Schweregrad der Unzulänglichkeit: im Neumasse- oder Altmasserang/drohend/bereits eingetreten/temporär/sich verschärfend/endgültig
      • Form, Inhalt, Adressat und richtiger Zeitpunkt der Anzeige der Masseunzulänglichkeit (insbes. bei Betriebsfortführung)/damit zusammenhängendes Problemfeld § 209 Abs. 2 Nr. 2 InsO und Dauerschuldverhältnisse

    • Weitere Pflichten des Verwalters im Fall der Masseunzulänglichkeit (ggf. zu differenzieren nach Altmasse- oder Neumasseunzulänglichkeit sowie ihrer Art nach: temporär, sich verschärfend oder endgültig)

      • Verwertung und Verwaltung der Masse
      • Fortwährende Anzeigepflicht gegenüber dem Insolvenzgericht
      • Freistellung von Personal, Rückgabe von Mietobjekten/Problemfeld: sich verschärfende Unzulänglichkeit nach Erfüllungswahl bzw. Nichtkündigung von Dauerschuldverhältnissen
      • Geltendmachung der Masseunzulänglichkeit im Rechtsstreit
      • Einrede der Verjährung
      • Prozesskostenhilfebewilligung bei Masseunzulänglichkeit

    • Verteilungsfragen

      • Laufende Verfahrensabwicklung
      • Verteilung der Restmasse
      • Schlussrechnungslegung gegenüber dem Insolvenzgericht

    • Haftung bei Masseunzulänglichkeit

      • Begründung neuer Verbindlichkeiten/Betriebsfortführung
      • Haftung bei Verteilungsfehlern

  • Masseunzulänglichkeit bei besonderen Insolvenzverfahren

    • Insolvenzplan
    • Eigenverwaltung

Teilnehmerstimme

  • „Ich finde die Zusammenstellung der Referenten aus Richter und Insolvenzverwalter sehr gut, da der Vortrag dadurch nicht verwalter- bzw. gerichtslastig ist.“
    Angelika Maier-Grün, Rechtsanwaltsfachwirtin, DHPG Rechtsanwälte

Veranstaltungsort / Anfahrt

NH Köln Mediapark
Im Media Park 8b
50670 Köln
T (0221) 2715 0
F (0221) 2715 999
Anfahrtsbeschreibung

 

Die Wegbeschreibung zum Tagungshotel erhalten Sie mit Ihrer Anmeldebestätigung. Bei Bedarf buchen Sie bitte Ihr Zimmer rechtzeitig direkt im Hotel (begrenztes Zimmerkontingent).

Teilnahmegebühren

599,00 € zzgl. MwSt. (= brutto 712,81 €)

inkl. Seminarunterlage, Pausenerfrischungen, Mittagessen

§ 15 FAO

Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung über 6 Zeitstunden, die Sie Ihrer Rechtsanwaltskammer als Fortbildungsnachweis gemäß § 15 FAO vorlegen können. Über die Anerkennung entscheidet Ihre Rechtsanwaltskammer.

GOI

Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung über 6 Zeitstunden nach GOI – Grundsätze ordnungsgemäßer Insolvenzverwaltung. Über die Anerkennung entscheidet der VID (Verband Insolvenzverwalter Deutschlands e.V.).

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